Oldtimer-Traktoren tuckern durch Asbach
General-Anzeiger Bonn vom 5. Mai 2004

Viele stolze Besitzer von Oldtimer-Traktoren waren mit ihren Schätzchen zum Asbacher Marktplatz gekommen, um sie dem staunenden Publikum vorzuführen. Insgesamt rund 120 landwirtschaftliche Arbeitsmaschinen waren zu sehen, vom einachsigen Mehrzweckgerät bis hin zu den imposanten, bulligen Ursus-Traktoren, die vor allem in den 50er und 60er Jahren vielfach von Schaustellern als Schlepper für ihre Wohn- und Bagage-Wagen eingesetzt wurden. Mit mehr als zehn Litern Hubraum in einem waagerecht liegenden Zylinder entwickeln ihre langsam laufenden, schwach verdichteten und daher langlebigen Dieselmaschinen eine Leistung von rund 50 Pferdestärken.


PS-starke und bullige Gefährte: Die schweren Ursus-Traktoren sind die Stars bei der Asbacher Oldtimer-Show

Qualmende Ungetüme begeistern die Zuschauer

Vor dem Start muss der Verbrennungsraum mit einem Brenner zehn Minuten lang erwärmt werden. Mit dem abnehmbaren Lenkrad muss der Motor dann angekurbelt werden. Wie ein gereizter, zorniger Stier wird der Ursus von dem im Stand laufenden Dieselaggregat geschüttelt. Tritt der Fahrer dann aufs Gaspedal, entfaltet er mit donnergleichen Explosionen im Verbrennungsraum seine ganze Kraft. Ein Schauspiel, das immer wieder große Menschenmassen um die Kraftmaschinen versammelte. Doch auch stationäre Aggregate waren zu sehen, wie beispielsweise der Anfang der 50er Jahre gebaute Deutz-Motor von Willi Reingen aus Krautscheid, der ihn auf dem Hänger seines Lanz-Treckers fixiert hat und das qualmende Ungetüm mit seinen zwei riesigen Schwungrädern (Foto l.u.) den Zuschauern vorführte.

Von solchen Motoren wurden früher die verschiedensten Maschinen auf Bauernhöfen über Transmissionsriemen angetrieben. Das älteste Fahrzeug, einen 11 PS starken wassergekühlten Deutz-Traktor aus dem Jahr 1937, zeigte an diesem Tag Peter Reufels aus Krumscheid. Den weitesten Weg zur Oldtimerschau hatte Jörg Schulze aus Pulheim zurückgelegt, der mit einem Kohlenschlepper aus dem Jahr 1952 gekommen war.

Text und s/w Foto: Holger Handt

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